Stehende Ovationen erhielten Nino und Tamar Zhvanias für ihre Interpretationen von Zilchers Tanz-Fantasie für zwei Klaviere und die ebenfalls für zwei Klaviere geschriebene 3. Symphonie A-dur des Komponisten. Die Schwester erhielten für ihre Aufführung von Symphonie stehende Ovationen. "Wir haben schon viele Ensembles auf dieses Werk angesetzt, aber dieses Duo hat es als erstes bewältigt", lobte Wolgang Zilcher die Geschwister aus dem georgischen Tiflis überschwänglich, "sie besitzen ein ausgeprägtes rhythmisches Gefühl, arbeiten Themen und Konturen des Werkes klar heraus".

Berthold Wagner, Pinneberger Tageblatt




I am very impressed by the skills and musicality and exquisite sense for phrasing, timing and sound balancing of Nino and Tamar Zhvania. I came to know about the attractive piano-sisters through some press-information and CD-samples, which they sent to me in 2006. As we were searching for a duo which would be able and willing to study the piano-symphony op. 50 of my grandfather Hermann Zilcher, that is a very demanding work in every respect!! The search had been unsuccessful in the past, to the extend that one piano duo, which was already booked for the work, wanted to play another piece, for they had underestimated the big piano-symphony. The sisters however accepted to play it, after seeing the work - within 2 months they studied it. The performance in the Rellingen church was superb. We were highly delighted and inspired by the interpretation on Nino and Tamar. Of coarse their charming stage-presence added to the immense applause they got!!!

Wolfgang Zilcher,
Former Church Music Director at Rellinger Kirche near Hamburg





Jeder Teilnehmer wurde mit warmem Applaus begrüßt, aber als die Pianistin Nino Jvania aus Georgien in der zweiten Runde auf die Bühne kam, verebbte der Applaus. Es war befremdlich... Sie bewegte sich langsam zum Flügel, Schritt für Schritt, betrachte das Instrument aufmerksam, sichtlich erstaunt und ging um den Flügel mit sichtlichem Respekt. Was sollte das bedeuten? Dann wurde es klar: die ganze "Show" war Tel der Interpretation des Stückes von Stockhausen, das sie vortrug: Klavierstück XIII. Während der Aufführung stand die Pianistin mehrfach auf, zupfte die Seiten im Instrument, schaute nach oben, als ob sie den Himmel betrachtete, sie pfiff und murmelte mehrfach die Sequenz von Zahlen: "ein zwei drei... acht neun... einundzwanzig". Das Publikum war vollkommen erstaunt, als sie dann wiederum aufstand und sich setzte, allerdings dieses Mal nicht auf den Stuhl, sondern auf die Tastatur und als sie dann noch ihren Fuß auf diese setzte!

Gistav Alink, Piano





I am happy to write in support of Nino Jvania, an outstanding pianist and musicologist whose playing I first heard during Orleans Twentieth-Century Piano Competition in the spring of 2002, where she masterfully performed a stunningly wide range of repertoire, including music by Debussy, Messiaen, Ligeti, and most remarkably an overwhelming performance of Stockhausen's Klavierstück XIII. As a member of the jury I was immensely pleased to be able to award Nino 2nd Prize for the competition, and immediately invited her to come to Boston and perform at New England Conservatory's Summer Institute for Contemporary Piano Performance.

Having already heard Nino play, I knew what a thrilling experience we were in for here as she walked on stage - the audience, however, was taken completely by surprise and was absolutely stunned by her mastery of the piece, communicative power, and the authority she gives to Stockhausen's voice. It was a true tour de force, technically, musically, and emotionally, and an absolute high point of a week crammed full of memorable piano playing.

Stephen Drury,
Faculty, New England Conservatory,
Artistic Director, NEC Summer Institute for Contemporary Piano Performance





Stockhausen's  Klavierstück number 13 in the series, subtitled "Lucifer's Dream", is a lengthy, bizarre selection that demands a virtuoso pianist. The performer is expected to not only play the keyboard in standard fashion, but also master myriad extended techniques (including one your reviewer had not seen before, playing large clusters and glissandos with one's derriere), make a host of vocal sounds, jingle some bells, and put forth a stage persona beyond the standard pianist-sitting-at-the-keys.

The piece itself is intriguing in its way, if long and a bit shapeless; it also does as great a job of integrating standard and experimental modes of playing - a notoriously hard thing to do. Nino Jvania's presentation (from memory) was terrific, theatrically putting forth the notion of the pianist as devilish, demented vamp in addition to displaying a big tone quality, first rate digital dexterity, and marvelously controlled execution of special effects.

David Cleary, composer, critic




Die georgische Pinistin Nino Jvania ist eine ausgewiesene Expertin für neue und ältere Musik. Sie fand einen Platz in der Schoneberg-GWK-Reihe "Junge Meister"  im Erbdrostenhof, wo sie ihr Publikum mit einem kompromisslos schwierigen Program konfrontierte. Aber das machte sie sehr überzeugend. Und sehr sympathisch.

Elf Choralvorspiele aus dem dritten Teil der Bachschen "Clavier-Übung" wirken zur Eröffnung wie das Alte Testament des Neuen Klavierspiels. Nino Jvanias pedalgestützter Bach ist form- und klangschön, dabei auf eine noble Art zurückhaltend, die fast das Unauffällige streift. Was man von ihrer Interpretation der "12 Notations" von Pierre Boulez nicht sagen kann. Die Pianistin spielt frech, beinahe ausgelassen mit diesen forschen Stückchen. Wenn die Virtuosität transzendiert, fällt das Zuhören umso leichter. Und das Zuschauen erst recht: Nino Jvania hat zwar die Noten aufgeschlagen, blickt aber nur auf ihre Hände und die Tastatur. Und strahlt dabei wie eine Schneekönigin...

Der Übergang von Boulez zu Debussys Etüden ist nahtlos. Boulez steht half in französischer Tradition - und Debussy ist modern! Die Etüden des zweiten Heftes sind bei aller Griffigkeit seltsam spröde und klingen nicht von selbst. Nino Jvania muss höllisch aufpassen, die kniffigen Repetitionen, die Arpeggien, die Verzierungen in den Griff zu bekommen. Sie schafft es - und trifft außerdem die unendlich weit entfernten Akkorde der letzten Etüde buchstäblich mit Leichtigkeit.

Lukas Speckmann, Westfällische Nachrichten



Pianistin Nino Jvania begeisterte als Anwältin der Moderne [...] Bei der Übergang zu den "Drei Klavierstücken" op. 11 von Arnold Schönberg wurde hier die vom Komponisten geforderte  Emanzipation der Töne brillant in Szene gesetzt. Die dynamischen Streifzüge besaßen Klasse, vor allem das wiederholte kurze musikalische Aufblühen, das sofort wieder in das rythmischer Gerüst zurückgeführt wurde[...]

Ebenso begeisternd wirkte im Anschluss auch der Farbenreichtum Claude Debussys. Die letzten sechs der Frédéric Chopin gewidmeten "12 Etüden", die weit mehr sind als bloße Anleitung zu technischen Fertigkeiten, besaßen pure Geschmeidigkeit. Und der quirlige Temporausch der auswendig nachempfundenen Etüde "Chromatiche Fortschreitungen" war wohl das Beeindruckendste, was das Publikum an diesem Abend zu hören bekam. 

Vielleicht werden Schönberg und seine Zeitgenossen nie zu den großen Lieblingen der Konzert-Abonnenten. Aber sie können begeistern, und in den Interpretationen von Nino Jvania taten sie es.

Stefan Jahnke, Münstersche Zeitung




Changement d'univers avec "Les oiseaux exotiques" d'Olivier Messiaen survolés de main de maîtresse par la géorgienne Nino Jvania, dont le jeu péremptoire, volontiers exubérant, sinon expressionniste, a séduit par son ardeur et son panache. Jouant sur le registre imitatif, Messiaen a conçu un dialogue roucoulant et virevoltant que la jeune pianiste a fort bien conduit, sa palette sonore faisant la queue de paon. Bon équilibre avec le cuivres et remarquable déploiement d'énergie.

Roland Spenlé, La république du centre




Nino Jvania a été l'attraction de la journée. Salle comble pour assister á sa prestation dans "Le Rêve de Lucifer" (Stockhausen): une pièce de théâtre musical, associant piano, voix, percussions. En complément: un Janacek coloré et contrasté, un Debussy de bonne facture, assuré, un Burgan enlevé.

Thierry Guérin, La république du centre